Artworks
Einzelanzeige Werk
Jean-Jaques Hofstetter
Tür für eine Landschaft
1999 · Plastik
Bilder zum Werk in hoher Auflösung und beliebigem Format
Quadratische Bilder für Karussell in Detaildarstellung
Thumbnail für die Listendarstellung
Jean-Jacques Hofstetter ist in Freiburg als Goldschmied, Schmuckgestalter und als Galerist bekannt. Zudem ist er mit seinen monumentalen Eisenplastiken auch im öffentlichen Raum präsent. Das Werk auf der Schützenmatte erinnert auf den ersten Blick an eine Tür mit eingelassenem Fenster, dessen quadratischer Rahmen leicht aus der Tür hinausragt. An die Vorderseite der Tür angeschlossen ist eine Metallkonstruktion, die aus gefächerten, geometrischen Formen zusammengesetzt ist. Auf der Hinterseite ragt eine kleine Rampe hinaus, welche die Tür aufrecht zu stützen scheint. Die rostrote Schicht verleiht der ganzen Plastik ein einheitliches Patina. Metaphorisch lädt die Tür mit Fenster dazu ein, durch Kunst auf der Schützenmatte in eine andere Welt einzutreten. Dabei hat die Konstruktion noch eine weitere Funktion: Blickt man durch das Türfenster richtung Osten, erkennt man den Turm der St. Nikolaus-Kathedrale, welcher damit künstlerisch in Szene gesetzt wurde.
In allen Bereichen des künstlerischen Schaffens hat der Schöpfer eines Kunstwerks je nach Material die Qual der Wahl einer schier unendlichen Anzahl an Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei stellt sich die zentrale Frage: Was will ich wie, womit und wofür darstellen? Laut Jean-Dominique Humbert ist die Tür für eine Landschaft eine plastische Metapher dieses Denkprozesses. Wie wandlungsfähig und lebendig die Formen eines Kunstwerks im Auge des Betrachters sein können, verdeutlicht das folgende Zitat: Formen „schweifen aufmerksam umher. Sie mischen sich und laufen zusammen. Sie finden zurück, nachdem sie sich entfernt haben. Formen rufen andere Formen hervor. Eine Welt kommt zum Vorschein. Man weiss nie, wohin uns die Formen führen. Das Eisen in der Skulptur steht nicht still…es wartet. Manchmal überwindet es die Grenzen, durch die es definiert ist. Es erklingt. Es agiert“ (Aus dem Französischen, in: Lehnherr und Hofstetter, S. 2 f.). (AW/bf)
- Vor der Besichtigung: Schneide selbst einen Rahmen aus Karton, ungefähr in Postkartenformat, den du überall mitnehmen kannst. Rahme für dich interessante Landschaftsdetails ein und zeichne die Ausschnitte auf Papier. Beachte: Je nach Distanz zum Auge kannst du das Motiv weg- oder heran-„zoomen“.
- Betrachte die Plastik vor Ort. Rahme dabei gewisse Details des Kunstwerks mit deinem mobilen Rahmen ein und beschreibe die einzelnen Ausschnitte einem Klassenkameraden oder einer Klassenkameradin.
- Schaue durch das Fenster in der Tür: Was siehst du? Ist dieser Standort bewusst oder zufällig gewählt?
- Bewege dich mit einem Fotoapparat in der Stadtlandschaft und erstelle eine Bildserie, in der du ungewöhnliche Blickwinkel / Detailaufnahmen Freiburgs zeigst. Suche schon vorher nach einem passenden Thema.
- Quellenhinweise
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- Quellen:
- Lehnherr, Yvonne und Jean-Jacques Hofstetter. Hofstetter. Katalog zur Ausstellung vom 10. Oktober bis 30. November 1997 im Museum für Kunst und Geschichte Freiburg. Collection Artistes fribourgeois 14. Museum für Kunst und Geschichte Freiburg, 1997. Print.
- www.fribourgtourisme.ch/de/navpage-CultureArchFR-FribArtFR-123185.html (17.02.12, 10:00)
- Stahl — Unter Stahl wird ein Werkstoff verstanden, dessen Materialanteil an Eisen grösser ist als der jedes anderen Legierungselements. Der Gehalt an Kohlenstoff liegt im Allgemeinen unterhalt von 2.06%. Abhängig von der Herstellungsart, Legierungselementen und Legierungsverhältnissen und durch zusätzliche Wärmebehandlungen können die Eigenschaften gezielt beeinflusst werden. Stahl ist zäh und immer warmumformbar. Bei niedrigem Kohlenstoffgehalt ist Stahl auch zur Warmumformung geeignet. Derzeit sind über 2500 Stahlsorten registriert. Definiert wird Stahl und der Norm DIN EN 10020. (materialarchiv.ch)