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Artworks

Einzelanzeige Werk

Butzon / Bercker

Kreuzweg

1979 · Plastik

Bilder zum Werk in hoher Auflösung und beliebigem Format

Quadratische Bilder für Karussell in Detaildarstellung

Thumbnail für die Listendarstellung

Absicht des Werks

Das oben abgebildete Werk zeigt die erste Kreuzwegstation nahe der Dorfkirche. Die Szene illustriert die Verurteilung von Jesus durch Pontius Pilatus. Mit eindrücklichen Gebärden fordern die Führer des jüdischen Volkes den Tod von Christus und weisen den Vorschlag, anstelle von Christus den Verbrecher Barabbas zu kreuzigen, zurück. Der römische Statthalter ist zwar von der Unschuld von Christus überzeugt, doch aus Feigheit und Angst vor dem Zorn des Volkes verurteilt er ihn dennoch zum Tode am Kreuz. „Als aber Pilatus sah, dass er nichts erreichte, sondern dass der Tumult nur noch grösser wurde, nahm er Wasser, wusch sich die Hände und sagte: „Ich bin unschuldig an diesem Blute. Seht ihr zu!“ (Mt 27,24)
Am Palmsonntag 1979 wurde der Kreuzweg von St. Antoni nach Obermonten eingeweiht. Ältere papierene Stationsbilder hinter Glas, die durch Witterungseinflüsse stark Schaden genommen hatten, wurden durch diese beständigen Bronzetafeln ersetzt. Die Bronzereliefs stammen aus der Kunstwerkstätte Butzon und Bercker in Kevelaer, einem deutschen Städtchen an der niederländischen Grenze. Die fünfzehn Tafeln zeigen in ausdrucksstarker Art den Leidensweg Christi, von der Verurteilung zum Tod bis zur Auferstehung am Ostermorgen. Die Werkreihe überzeugt durch eine einheitliche Gestaltung in expressionistischer Manier.
Die besondere Anlage dieses Kreuzweges, ausgehend vom Dorf, hinauf zum Quartier Lampertshalten, dann zur Kapelle von Bächlisbrunnen und weiter zum Weiler Obermonten, lädt zu besinnlichem Wandern in freier Natur ein. Der Stationsweg soll gleichzeitig auch christliches Sinnbild für unser manchmal beschwerliches Leben auf Erden sein. Im Pfarrblatt wird in einem Bericht zur Einweihungsfeier auf diese Symbolik verwiesen: „Wenn wir die 14 Stationen hinter uns haben, begeben wir uns in die Obermontenkapelle. Dort hängt die 15. Station an der Wand, das Ziel der manchmal mühseligen Erdenwanderung: die glorreiche Auferstehung.“ (BF)

Fragen, Studium
  • Mit den 15 Bildtafeln wird der Leidensweg von Jesus erzählt. Erkennst du, welche Begebenheit jeweils dargestellt wird?
  • Die Leidensgeschichte von Jesus ist geprägt von Folter, Leiden und Tod. Beobachte und beschreibe, wie der Künstler Gefühle, wie Schmerz und Trauer, in den Gesten der dargestellten Personen zeigt.
  • Die abgebildeten Figuren sind nicht wirklichkeitsgetreu, sondern in expressiver, das heisst ausdrucksstarker Art gestaltet. Versuche die charakteristischen Stilmerkmale des Expressionismus zu beschreiben.
  • Welche Funktion hatten in früherer Zeit (als die meisten Leute noch leseunkundig waren) Darstellungen von biblischen Geschichten? Beachte in der Kapelle von Bächlisbrunnen auch eine gemalte Bildtafel, die die Legende des Bauernheiligen Isidor erzählt.
  • Welche modernen Formen von Bildergeschichten kennen wir heute? Für wen werden sie gestaltet? Zeichne eine Begebenheit aus deinem eigenen Leben in Form eines kurzen Comics.
  • Unterscheide verschiedene Formen des plastischen Schaffens (Gravur, Relief, Vollplastik). Ertaste eine der Bildtafeln mit geschlossenen Augen und beschreibe, was du fühlen kannst.
  • Verwende eine Platte aus weichem Ton und modelliere darauf ein Relief. Wähle ein Thema, das eine expressive Gestaltungsweise ermöglicht.

    Zum Thema "Kreuzweg" vergleiche die Beiträge:
    > Tafers / Kreuzweg / Jordan
    > Wünnewil / Kreuzweg / Robert
Quellenhinweise
  • Neue Kreuzwegstationsbilder nach Obermonten, Pfarrblatt St. Antoni, April 1979 (Autor des Artikels unbekannt)
Zuweisung der verwendeten Materialien
  • BronzeMET_NEM_SCH_BUN_KUP_16
Ausführliche Materialbeschreibung
Bronze
Strasse der Position
Bächlisbrunnen 94
Ort (nicht politische Gemeinde)
1713 Bächlisbrunnen
Gemeinde
St. Antoni (FR)
Umfeld des Werks
nahe der Kapelle Bächlisbrunnen
Zugänglichkeit
frei
Bedachung
keine
Untergrund
-
Vegetation
-
Verkehrsbelastung
gering
Identifikation des Werks
#1 / 48
Zuweisung zur Sammlung
Freiburg

Standort