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Kälin Daniel / Wymann Michael

Futurum

2009, Plastik

Kälin Daniel / Wymann Michael

Beschreibung

Weit oben am Hochkamin des Schulhauses Wolfacker kleben zwei längliche, senkrecht montierte kubische Objekte, die wohl von unkundigen Besuchern des Schulareals kaum als „Kunst“ wahrgenommen würden, wäre da nicht die Texttafel des Künstlerduos, mit einigen Anmerkungen zur Symbolik des minimalistisch geformten Werkes. Im Gegensatz zur Eisenplastik von Serra bei der Grandfeybrücke, die manche Passanten als störendes Hindernis empfinden und oft hitzige Debatten über das Wesen der Kunst entfachen, entzieht sich „Futurum“ durch die ungewohnte Platzierung dem Betrachterauge.  Die Beschaffenheit der beiden balkenähnlichen Gebilde kann auf diese Distanz nur erahnt werden. Rechts befindet sich ein kubischer Stab aus rötlichem Stein gebrochen, dessen Frontseiten roh belassen wurden. Links davon, nach oben versetzt, ein identisch geformter, diesmal aber blitzblank polierter metallisch glänzender Kubus. Dem ersten Anschein nach spielen die Künstler mit den Kontrasten der unterschiedlichen Materialien, Farben, sowie der Oberflächen. Die beiden Bildhauer verstehen jedoch ihr Werk auch als Metapher der schulischen Entwicklung des Kindes und notieren dazu: „Zwei harmonische Kuben symbolisieren den Bildungsauftrag der Schule. Der in der Oberfläche roh belassene rote Steinkubus steht für den Schüler beim Eintritt in die Schule, wo er beginnt sich Wissen anzueignen. Der matt geschliffene Metallkubus zeigt den Schüler in den folgenden Jahren. Er entwickelt und festigt sein Wissen, um mit einer soliden Grundausbildung an eine weiterführende Schule zu wechseln.“ (BF)

Standort

Adresse:
Alfons-Aebystrasse 2
3186 Düdingen
Umfeld des Werkes: Schulhausplatz Primarschule Wolfacker
Zugänglichkeit:
Bedachung: keine
Vegetation: keine
Verkehrsbelastung: wenig

Studium

  • Die Künstler Kälin und Wymann vergleichen in ihrem Kommentar die Arbeit der Lehrpersonen mit derjenigen des Bildhauers. Bist du mit diesem Sinnbild einverstanden? Ist es Aufgabe der Schule Ecken und Kanten von jugendlichen Menschen zu beseitigen?
  • Kennst du andere Sinnbilder für die Schule? Welches Symbol würdest du wählen?
  • Kunst entsteht durch die Platzierung – Stell dir den gleichen Metallbalken als tragendes Element in der Fassade des Schulhauses, den rötlichen Stein als Umrandung eines Grabes auf dem Friedhof vor. Was ändert sich dabei?
  • Beim vorliegenden Werk handelt es sich im wörtlichen Sinn um „hohe Kunst.“ Was ist für dich Kunst? Äussere dich allgemein zur Bedeutung der modernen Kunst.
  • Verwende einen Alltagsgegenstand und platziere ihn so, dass er seine Funktion oder die Bedeutung verändert. Dokumentiere die Arbeit mit dem Fotoapparat.
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